Buchtipp: Meg Wolitzer - Die Interessanten

Im Sommercamp "Spirit in the Woods" treffen sich im Jahr 1974 sechs Jugendliche: die etwas unbeholfene Julie Jacobson, der zeichnerisch begabte Ethan Figman, die Geschwister Ash und Goodman Wolf, Jonah Bay, der Sohn einer Folk-Sängerin, und Cathy Kiplinger, die unbedingt Tänzerin werden möchte. Sechs Teenager, die alle künstlerisch interessiert sind und sich individuell fühlen. In den nächsten 40 Jahren begleiten wir diese sechs jungen Menschen auf ihrem Lebensweg, verfolgen ihr Erwachsenwerden, ihre Probleme, aber auch ihre Höhepunkte und Träume, die manchmal wahr werden, manchmal aber auch nicht in Erfüllung gehen können. 

 Es sind die leisen Dramen, der Alltag, mit denen sich Meg Wolitzer in ihrem Roman auseinandersetzt. So hat Jules gemeinsam mit ihrem Ehemann immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen, Ash und Ethan, die inzwischen ein Paar sind, sind erfolgreich, haben aber ein autistisches Kind. Die Freundschaft zwischen Ash und Jules ist noch immer sehr stark, dennoch aber oftmals von Neid begleitet, musste Jules doch ihre Pläne, Schauspielerin zu werden, aufgeben und kämpft sich nun als Therapeutin durch Leben. Dabei wirft der Roman Fragen auf, mit denen man auch im eigenen Leben immer wieder konfrontiert wird: Was will ich im Leben erreichen? Wann sollte man seine Träume aufgeben? Wie viel kann eine Freundschaft aushalten? Und: Ist es wirklich notwendig, interessant zu sein?

"Die Interessanten" ist ein Roman, der berührt und unterhaltsam ist. Einer, der die Lebensgeschichte junger Menschen mitverfolgt, deren Wege sich immer wieder kreuzen bzw. die immer miteinander verbunden bleiben. Ein Roman über existenzielle Lebensfragen, über die Sehnsucht und geheime Träume.

Lesefutter*:

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