Altes Wissen: Pfingsten und Beltane

Der Monatsname Mai ist auf die Römer zurückzuführen, die ihn auch als "Winnemond", "Winnemonat" oder "Wunnimanoth" bezeichneten. Daher kommt auch der Ausdruck "Wonnemonat", der alles "grün und neu" macht. Im Mai werden weltweit verschiedenste Feste gefeiert, wobei man dadurch die Lebenskraft und Lebensfreude zum Ausdruck bringen möchte. 

So gehört zum Mai beispielsweise das Aufstellen des Maibaumes bzw. das Maibaumstehlen. Dafür gibt es spezielle Regelungen, denn man darf den Baum nicht aus einem Wald stehlen, sondern nur in dem Ort, in dem er später aufgestellt wird. Außerdem darf man den Baum nicht beschädigen und andere Dinge wie Kränze, Farben oder Tafeln dürfen ebenfalls nicht mitgenommen werden. Früher war der Maibaum meist eine Birke, die die Fruchtbarkeit symbolisierte. 

Die Nacht auf den 1. Mai ist aber auch als Walpurgisnacht bekannt. Einer Sage nach versammeln sich dann die Hexen auf dem Blocksberg. Der Name geht auf die heilige Walpurga zurück, die im 6. Jahrhundert die Verbreitung des Christentums forcierte. Bei den Kelten wurde dieses Fest auch Beltane genannt, das ein heidnisches Fest ist und für den Beginn des Sommers bzw. eines neuen keltischen Jahres steht. Manche legen Beltane auch nach dem Mondkalender fest, wodurch das Fest dann auf den fünften Vollmond des Jahres fällt und dadurch auch nicht unbedingt am 1. Mai gefeiert wird. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Feuer bzw. der Feuersprung. Viele Paare springen dann gemeinsam über das Feuer, um damit ihre Verbundenheit auszudrücken. Eine weitere wesentliche Rolle spielt auch die Vereinigung des Männlichen mit dem Weiblichen, wodurch eine Fortsetzung von Leben möglich ist. Neben dem Fruchtbarkeitsaspekt fanden zu Beltane aber auch sehr oft Märkte statt und die Ältesten trafen sich, um wichtige Entscheidungen zu treffen. 

Ein weiteres wichtiges Fest ist Pfingsten, an dem das Herabkommen des Heiligen Geistes zelebriert wird. Auch hier geht es darum, das Leben als Wunder zu sehen und sein Herz zu öffnen, um den Heiligen Geist einzulassen. An manchen Orten findet zu Pfingsten auch das sogenannte Pfingstsingen statt, bei dem die Burschen zu den Häusern der Mädchen ziehen, um ihnen ein Ständchen zu bringen. 

Lesefutter*:

Valentin Kirschgruber: Von Sonnwend bis Rauhnacht. Feste, Bräuche & Rituale im Kreislauf des Jahres.

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