DIY-Projekt: Räuchermischung "Get well soon"

Es ist jedem von uns bekannt, dass Kräuter über Heilwirkungen verfügen. So kann man beispielsweise bei Erkältungen einen Holunderblütentee trinken, während Eisenkraut die Verdauung unterstützt. Diese Wirkung kann aber auch beim Räuchern genutzt werden. Durch die Räucherkohle werden die einzelnen Informationen der Kräuter transformiert, wodurch unterschiedliche Energien entstehen, die dann eine harmonische Raumatmosphäre erzeugen und auch positiv auf unsere Gesundheit wirken.

Räuchermischung bei Gliederschmerzen und Erkältung

Vor allem in der kalten Jahreszeit sind Erkältungen und Gliederschmerzen keine Seltenheit. Gegen diese Beschwerden könnt ihr euch aber eine Räuchermischung ganz einfach selbst herstellen. 

 

Zutaten:

 

2 Teelöffel Wacholder, 1 Teelöffel Beifuß, 1 Teelöffel Fichtenharz

 

Die Zutaten werden miteinander vermischt und dann auf die durchglühte Kohle gelegt. Fächelt den Rauch anschließend in Richtung der betroffenen Körperpartie oder stellt die Räucherschale auf den Boden und setzt oder stellt euch so darüber, dass der Rauch an den schmerzenden Gliedern entlang ziehen kann. Das Räucherwerk wirkt sehr entspannend auf die Gelenke und Muskeln und lindert die Schmerzen.

Die einzelnen Komponenten der Räuchermischung

Beifuß gehört zu den ältesten europäischen Ritualpflanzen. Beifuß kann negative Gedanken auflösen, unterstützt beim Loslassen - sei es nun durch den Tod eines geliebten Menschen oder auch aufgrund einer Trennung - und erzeugt ein schützendes und wärmendes Gefühl. Vor allem durch das Mischen mit Wacholder und Fichtenharz entsteht ein sehr zarter und warmer Geruch. 

 

Der Wacholder gilt als keimtötende und schmerzstillende Pflanze, der über einen sehr aromatischen Geruch verfügt. Da er eine sehr starke reinigende Wirkung hat, verwendet man ihn häufig auch, um Häuser oder Räume zu reinigen, wobei man sowohl die Beeren als auch das Holz bzw. die Zweigspitzen verräuchern kann. Außerdem kann Wacholder negative Gedanken vertreiben und für einen klaren und wachen Geist sorgen.

 

Fichtenharz riecht waldig und warm und sorgt für eine angenehme Stimmung. Sehr gerne wird das Harz auch für Ahnenräucherungen eingesetzt, da es dazu beiträgt, alte Verstrickungen aufzulösen. Beim Ausräuchern eines Hauses kann Fichtenharz dazu führen, dass Ungesagtes, über das nie richtig gesprochen wurde, plötzlich an die Oberfläche kommt und dadurch auch geheilt werden kann. Außerdem schützt es vor negativen Einflüssen und fördert die Konzentration und Wachheit. Menschen, die über wenig Durchsetzungskraft oder Selbstbewusstsein verfügen, können im Fichtenharz auch einen kraftvollen Unterstützer finden, der das Selbstvertrauen fördert und neue Energie verleiht.

Lesestoff*:

Adolfine Nitschke: Heilsames Räuchern mit Wildpflanzen: Die Kraft aus Garten, Wald und Wiese erkennen und nutzen. Für alle Anlässe und Lebenssituationen. Ein Ratgeber, der insgesamt 50 Räucherpflanzen porträtiert und Tipps zum richtigen Sammeln und Verarbeiten gibt.

 

Marlis Bader: Räuchern mit heimischen Kräutern. Anwendung, Wirkung und Rituale im Jahreskreis. Das Buch widmet sich 28 Räucherpflanzen und Kräutern und stellt auch verschiedene Rituale vor, die bei Überforderung, Ängsten oder Stress helfen.

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Fotos 2-4: Pixabay