Räuchern mit Palo Santo: Das heilige Holz der Indios

Palo Santo stammt vom Balsambaum, der in Süd- und Zentralamerika zu finden ist. Das Stammholz ist stark harzhaltig und verbreitet beim Verbrennen einen süßlichen Duft, der an Kokos erinnert. Für die Indios ist Palo Santo ein heiliges Holz, das sie auch als rituelles Räucherwerk verwenden. 

Mittlerweile sind die Baumarten, von denen man das Holz gewinnt, vom Aussterben bedroht und stehen unter Naturschutz. Am Markt sind Palo-Santo-Produkte noch erhältlich, allerdings ist der Holzabbau stark reglementiert. Das Holz, das im Handel erhältlich ist, stammt in den meisten Fällen von Plantagen. 

Nach peruanischen Überlieferungen zieht der Duft des Holzes nur die guten Geister an, während die bösen Geister davon abgehalten werden. Die Indios nutzen das Holz schon seit sehr langer Zeit, wobei der Name wahrscheinlich auf spanische Mönche zurückgeht, die den Baum aufgrund seiner Heilwirkung "heiliges Holz" nannten. Die indigene Bevölkerung sammelt nur das Holz, das abfällt, da Bäume auch als Lebewesen angesehen werden. Palo-Santo-Bäume werden normalerweise 40 bis 50 Jahre alt. Sind die Bäume abgestorben, so sammelt man das Holz nach einer Ruhezeit von zwei bis vier Jahren auf, da es erst innerhalb dieses Zeitraumes sein typisches Aroma entwickeln kann und deutlich mehr ätherische Öle enthält. 

Beim Verräuchern wirkt Palo Santo euphorisierend und stimulierend, sorgt für eine entspannte Atmosphäre und regt die Sinne an. Außerdem fördert es die Kreativität und unterstützt uns bei einer Meditation, damit wir uns besser vertiefen können. Zudem wirkt das Holz gegen negative Energien und hat einen reinigenden Effekt. Direkt eingeatmet kann der Rauch aber auch eine psychoaktive Wirkung zeigen. In einer Räuchermischung kann man Palo Santo beispielsweise gemeinsam mit Sandelholz, Myrrhe, Opoponax oder Copal verräuchern. Die Schamanen schreiben dem Holz auch magische Kräfte zu. Sie verwenden Palo Santo sowohl in Heilungszeremonien als auch zum Schutz vor bösen Geistern oder Zauberei. Darüber hinaus kann man das Holz auch für eine Dankesräucherung verwenden, wobei man die größeren Holzstücke einfach vorne anglimmt und dann verräuchert. 

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