Der März: Aufbruch und Erneuerung

Im März kehrt das Leben in der Natur zurück, die ersten Krokusse und Schlüsselblumen sprießen aus dem Boden und Weiden und Haselnuss beginnen zu blühen. Die Tage werden wieder länger und am 21. März beginnt offiziell der Frühling. Während die Natur um uns herum erwacht, stellen sich auch bei uns Frühlingsgefühle ein und die Frühjahrsmüdigkeit verschwindet allmählich.

Früher wurde der März auch Lenzing, Lenz oder Frühlingsmond genannt, wobei Lenzing und Lenz dabei auf die Tage verweisen, die langsam länger werden. Der Name März kann vom römischen Kriegsgott Mars oder Martius abgeleitet werden, was den kämpferischen Aspekt, nämlich das Erwachen in der Natur, widerspiegelt.

Auch wir werden in diesem Monat dazu aufgefordert, unsere Pläne in die Tat umzusetzen und Neues zu kreieren. Wir können uns auf den Weg machen, die ersten Schritte für unsere Projekte setzen. Natürlich gilt es auch, Wurzeln zu schlagen und das Vorhaben zu "nähren", damit es kraftvoll wachsen kann. Generell kann man dem Thema "Nahrung" im März verstärkt Aufmerksamkeit widmen und sich die Frage stellen, was mir Kraft gibt und mir guttut.

Früher fanden im März auch sogenannte "Flurumgänge" statt, bei denen man Heiligenstatuen durch die Felder trug. In einigen Teilen Deutschlands unternahm man zudem Schiffsumzüge, die von einem großen Fest begleitet wurden. Außerdem gab es viele regionale Bräuche zum Frühlingsanfang, dem 21. März. So hängte man beispielsweise an bestimmten Bäumen farbenprächtige Bänder auf oder sammelte Hasel-, Birken- oder Wacholderzweige für eine sogenannte "Lebensrute".

Im März beginnt zudem an Bächen und Flüssen die Brunnenkresse zu wachsen, außerdem findet man im Wald nun auch wieder den scharfen Bärlauch, die beide über eine blutreinigende Wirkung verfügen. Wichtig ist natürlich auch die Brennnessel, die man vor allem an Orten mit hoher magnetischer Strahlung findet. Auch sie reinigt das Blut und treibt das Wasser aus dem Körper.

Rezepte für den März

Wildkräuter-Salat

 

Zutaten: 

Je eine Handvoll Löwenzahn-, Brennnessel-, Sauerampfer- und Brunnenkresseblätter

2-3 EL Sauerrahm

1-2 EL Joghurt

1/2 TL Kräutersalz

1 EL Zitronensaft

 

Die Wildkräuter kurz waschen, trocknen und hacken. Für das Dressing alle Zutaten verrühren und dann über die Wildkräuter geben. (Anm.: Sind die Brennnesselblätter erstmal gewaschen bzw. gehackt, brennen sie nicht mehr.)

Brennnesselsuppe

 

Zutaten für vier Personen:

 

400g junge Brennnesselblätter

1 Stück Butter

1 Zwiebel, abgezogen und fein gehackt

1 Knoblauchzehe, abgezogen und gepresst

2 Kartoffeln, geschält und gewürfelt

1 Liter Gemüsebrühe

Salz und Pfeffer

100g Sahne

 

Die Brennnesselblätter in einem Sieb unter fließend kaltem Wasser waschen. Die Blätter abtropfen lassen und fein hacken. Die Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebel darint etwa zwei Minuten lang dünsten, anschließend den Knoblauch zugeben. Kartoffeln, Gemüsebrühe und Brennnesseln dazugeben und die Suppe zum Kochen bringen. Etwa 15 Minuten lang köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Mit einem Stabmixer pürieren, die Sahne unterrühren und dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Lesestoff*:

Martina Kaiser: Der Jahreskreis. Den Rhythmus der Natur als unsere Kraftquelle nutzen.

 

Leoniek Bontje und Yvet Noordermeer: Wildpflanzen essen. Das Handbuch mit mehr als 50 Rezepten.

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Fotos: Pixabay