Der Mai: Lebenskraft und Wärme

Im Mai ist die Lebenslust und Lebenskraft deutlich spürbar. Der Winter hat sich nun verabschiedet, als allerletzte Boten der kalten Jahreszeit gelten die Eisheiligen, sonst aber entfaltet sich das Leben  und das Licht und die Wärme sind vorherrschend. Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Heilige Sophie regieren vom 11. bis zum 15. Mai und bringen noch einmal Frost und Kälte. Anschließend nimmt aber die Sonne Überhand. Nicht umsonst wird der Mai daher auch Wonnemonat genannt. Die energetische Qualität dieses Monats ist sehr lebendig, Freude und Optimismus herrschen vor. Die farbenprächtige Natur und die intensiven Düfte sprechen unsere Sinne an, das Leben entfaltet sich auf wunderbare Weise. Zudem gilt der Mai auch als Zeit der Lust und Leidenschaft, was man in früheren Kulturen auch intensiv zelebrierte. Aber auch wir können uns in diesem Monat voll und ganz der Freiheit hingeben und das Leben in vollen Zügen genießen. 

Bauernregeln für den Mai:

Gewitter im Mai, schreit der Bauer juchhei.

Mai ohne Regen, fehlt´s allerwegen.

Pflanzen- und Kräuterkraft:

Im Monat Mai gedeiht der Waldmeister, der auch als Maiblume oder Herzblume bezeichnet wird. Die Pflanze stärkt das Herz, löst Krämpfe und beruhigt. Sein Duft ist äußerst sinnlich und öffnet Kopf und Herz, sodass wir alles Schwere hinter uns lassen können. Am besten pflückt man die Pflanze am Morgen und wenn man sie gemeinsam mit Lavendel in ein Duftsäckchen gibt, so können damit die Motten vertrieben werden. Ein Waldmeister-Tee kann Nervosität und Schlaflosigkeit vertreiben, achtet aber darauf, dass ihr ihn richtig dosiert, da er sonst zu Kopfschmerzen führen kann. 

Rezeptideen für den Mai:

  • Wer den Frühlingsgeschmack einfangen möchte, kann einen Sirup aus Waldmeister herstellen. Ein Rezept dafür findet ihr hier.
  • Ebenfalls sehr lecker ist eine Waldmeisterbowle, die auch als Maibowle bezeichnet wird.
  • Im Mai bildet außerdem die Fichte ihre Triebe aus, aus denen man nicht nur einen köstlichen Honig machen kann, sondern auch ein sehr einfaches Waldkonfekt.
  • Eine wunderbare Idee ist auch das Kräutersalz der vier Jahreszeiten, wobei man dafür das ganze Jahr über Wildkräuter sammelt und diese dann mit Salz in ein Schraubglas schichtet.

Lesefutter*:

Martina Kaiser: Der Jahreskreis. Den Rhythmus der Natur als unsere Kraftquelle nutzen.

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Fotos: Pixabay