Der Juni: Zeit des Wachstums und der Entfaltung

Der Juni steht ganz im Zeichen des Wachstums. Die ersten Früchte werden reif, Heilkräuter entfalten eine sehr große Wirkkraft und die Tage werden länger. Das Wort "Juni" wird von der römischen Göttin Juno abgeleitet, der Göttin der Gestirne, aber auch Hüterin von Familie, Ehe sowie allen anderen sozialen Bindungen.

Energetisch ist der Juni von Helligkeit und Licht bestimmt. Das Licht siegt über die Finsternis, es ist eine Zeit der Liebe zum Leben und der Freude. Es ist eine Zeit, in der man sich entfalten und wachsen kann. In diesem Monat können wir uns auch mit unserem eigenen Wachstum auseinandersetzen. Wir können unser Wachstum fördern und Bedingungen dafür schaffen, dass wir das, was uns wichtig ist, auch entwickeln können. Ein wichtiger Nährboden dafür ist die Selbstliebe. Das heißt, dass man sich mit all seinen Stärken und Schwächen auch annehmen kann. Wer in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, kann auch anderen etwas geben, da er nicht im Mangel ist. Fragen, die wir uns im Juni stellen können, sind beispielsweise: Verwenden wir unsere Kraft für alles, was uns wichtig ist? Können sich unsere Talente und Ideen entfalten?

Kräuterkraft im Juni

Im Zentrum der Junikräuter steht das Johanniskraut, das die Sonnenkraft in sich bündelt. Zerreibt man das Johanniskraut in der Hand, so kommt ein roter Saft zum Vorschein, was für die Kelten und Germanen bedeutete, dass das Johanniskraut bei Stichverletzungen und Wunden eingesetzt werden kann. Die Heilpflanze wirkt aber auch antidepressiv und stärkend und wird auch bei Blutarmut und Erschöpfung eingesetzt. Zudem ist auch der alte Spruch bekannt: "Ist denn keine alte Fraue, die kann pflücken Hartenaue, dass sich das Gewitter staue?" Das weist darauf hin, dass das Johanniskraut auch bei Unwettern in Gebrauch war. 

Lesestoff*:

Martina Kaiser: Der Jahreskreis. Den Rhythmus der Natur als unsere Kraftquelle nutzen.