Samhain - Fest der Toten

In Irland wurde das Vorläuferfest von Halloween schon vor rund 5000 Jahren gefeiert, damit gehört es zu den ältesten Festivitäten der Menschheit. Es ist ein Festtag, an dem man der Ahnen bzw. der Toten gedenkt bzw. sich auch mit dem Thema Tod und Vergänglichkeit auseinandersetzt.

Die katholische Kirche benannte das Jahreskreisfest dann in Allerheiligen um und legte es auf den 1. November, im Englischen wird der Abend davor auch "All hallows eve" bezeichnet, woraus dann Halloween hervorging. Samhain (gesprochen Sa-u-in oder auch Sa-un) bedeutet soviel wie das Ende des Sommers, da man im Keltischen nur die Jahreszeiten Winter bzw. Sommer kannte und das Jahr an diesem Tag endete.

Zu Samhain sollte man alle Aktivitäten auf den Feldern abgeschlossen haben und an diesem Abend kam die gesamte Familie zusammen, um das Fest gemeinsam zu zelebrieren. Man gedachte der Ahnen, aber auch aller Neugeborenen und noch ungeborenen Seelen. Außerdem ist Samhain auch ein sehr guter Zeitpunkt, um in Kontakt mit der Anderswelt zu treten, da der Schleier zwischen den zwei Welten an diesem Tag sehr dünn ist. Zudem ist das Fest ein sehr guter Anlass, um sich auch mit dem Thema Tod, Dunkelheit bzw. mit den Ängsten, die damit in Verbindung stehen, auseinanderzusetzen. Für die Ahnen kann man eine Kerze ins Fenster stellen, bekannt ist auch der Brauch des sogenannten "stillen Mahls", wofür man am Tisch ein Gedeck für die Ahnen bereithält und die Mahlzeit dann schweigend einnimmt.

Die Zeit der Ernte und Fülle ist nun abgeschlossen, die Natur zieht sich zurück und auch wir dürfen unser Leben reduzieren und Innenschau halten. In der weiblichen Mythologie wird mit Samhain auch der schwarze Aspekt der Göttin in Verbindung gebracht. Er begegnet uns in Form von Hektate oder der Göttin Kali, die uns auf die Vergänglichkeit hinweisen. Früher stand die Farbe Schwarz für die weibliche Macht und auch heute sollten wir es als Aufgabe sehen, wieder in die Kraft der Wandlung zu kommen, um so persönliche Heilung zu erfahren.

Samhain - Aufgelistet:

  • Zugeordnete Farben: Orange, Braun, Schwarz
  • Elemente: Luft und Feuer
  • Themen: Ahnen, Tod, Vergänglichkeit, Orakeln
  • Essen: Birnen, Äpfel, Kürbis, Kohl
  • Göttinnen bzw. Götter: Pluto, Hades, Kali, Hektate, Hel

 

"Meine Ahnen, nah und fern.

Meine Verwandten in allen Zeiten.

Möge euer Leben in mir fortwirken,

ohne mich zu bestimmen.

Mögen eure Wege nicht

vergeblich gewesen sein 

und meinen eigenen freien Weg möglich machen.

Möge ich mich stets erinnern,

dass das Leben aus ferner Vergangenheit an mich

weitergereicht wurde und

ihr als Krieger, Heilerinnen, Magier, Bäuerinnen,

Jäger, Druiden, Seherinnen und Schamanen hinter mir steht.

Schenkt mir heute eure Kraft und eure Weisheit,

sodass ich meinen Weg nicht allein gehen muss.

Schenkt mir Einsicht, Mut und Unterscheidungsfähigkeit,

sodass ich auf eurem positiven Wirken aufbaue

und euer negatives Wirken nicht wiederholen werden.

Möge ich selbst für künftige Generationen

ein würdiger Ahne sein."

 

(Aus "Ahnenreise von Jennie Appel und Dirk Grosser)

Lesestoff*:

Jeanne Ruland: Immerwährender Jahreskreis-Kalender. Ein spiritueller Lebensbegleiter.

 

Jeanne Ruland: Ahnenheilung. Auflösung von uralten Familienprägungen.

 

Brigitta de las Heras: Die Reise durch den Jahreskreis. Rituale, Fantasiereisen und Tänze zu den acht keltischen Jahreskreisfesten.

 

Christine Arana Fader: Kartenset: Bestimmung.

 

Petra Arndt: Kartenset: Keltisches Pflanzen-Orakel.

 

Jennie Appel und Dirk Grosser: Ahnenreise. Schamanisch-meditative Wege zu unseren Wurzeln.

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