Kurze Auszeit am Jasna See

In der Nähe von Kranjska Gora in Slowenien liegt der idyllische Jasna See, der aus zwei künstlichen Seen, die miteinander verbunden sind, besteht. Darüber hinaus fließen hier die Bäche Velika und Mala Pisnica zusammen. Hier habt ihr die Möglichkeit, einen Spaziergang rund um die Seen zu machen, zu baden, zu angeln, neben dem bronzenen Steinbock, dem sogenannten Zlatorog, für ein Foto zu posieren oder den Ausblick auf die faszinierende Bergwelt zu genießen. Wer möchte, kann auch weiter auf den Vrsic-Pass fahren, der als der höchste Pass in den Julijske Ostalpen gilt. Direkt am See gibt es außerdem ein Restaurant mit Terrasse, von wo ihr ebenfalls einen tollen Blick aufs Wasser habt.

Der Zlatorog ist übrigens das Wahrzeichen von Kranjska Gora, um den sich auch eine Sage rankt: Vor langer Zeit gab es unterhalb des Triglavs einen traumhaften Garten, in dem prächtige Blumen wuchsen und die Schicksalsfeen sowie ein weißer Gamsbock mit goldenen Hörnern zu Hause waren. Diese Hörner waren der Schlüssel zu einem Schatz, der sich im Inneren des Berges befand. Die Feen hatten dem Bock ein Geschenk gemacht: die Unverwundbarkeit. Wurde der Zlatorog verletzt und tropfte sein Blut zu Boden, so erblühte an dieser Stelle sofort eine Triglavrose. Aß der Gamsbock nun ein Blatt davon, so wurde er sofort gesund. Im Garten lebte auch ein Wirtsehepaar mit seiner Tochter. Eines Tages kam ein venezianischer Händler, der die Tochter mit Juwelen überhäufte und ihr den Hof machte. Diese liebte jedoch einen Jägersmann. Die habgierige Mutter ersann daher einen bösen Plan, um den Geliebten ihrer Tochter loszuwerden. Er sollte ihr die Schätze aus dem Inneren des Berges und eine Triglavrose bringen, was jedoch im Winter eine unlösbare Aufgabe war. Der Jäger zog jedoch los, sah den Steinbock und schoss. Sein Blut tropfte auf den Boden und eine Rose erblühte. Der Bock aß davon und war sofort wieder gesund. Plötzlich kam die Sonne zum Vorschein und das Gold seiner Hörner blendete den Jägersmann, sodass dieser in eine tiefe Schlucht stürzte. Der Steinbock war so aufgebracht, dass er den prächtigen Garten zerstörte und sein Paradies so hinterließ, wie es auch heute noch vorzufinden ist. Die Tochter des Wirtsehepaares wartete lange auf ihren Geliebten, doch erst im Frühjahr wurde seine Leiche angeschwemmt und in seiner erstarrten Hand hielt er eine Triglavrose.

Lesefutter*:

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