Die Gerlitzen oder vom Glück, die Freiheit zu genießen

Lange über die Freiheit nachgedacht. Weil sie mir viel bedeutet. Weil sie mich schon mein ganzes Leben lang begleitet. Die Freiheit, meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Die Freiheit, bis zu einem gewissen Grad auch unabhängig zu arbeiten, mein eigener Chef sein. Weil Freiheit für mich immer auch bedeutet, dass ich mich ständig neu entdecken kann, die Wahl habe, auch mal meine Richtung zu ändern. Natürlich bedeutet Freiheit immer auch ein gewisses Risiko. Manchmal habe ich keine Ahnung, was ich machen soll, wohin ich mich bewege und was letztendlich dabei herauskommt. Die Verantwortung zu tragen, für das was ich tue: Auch das ist Freiheit.  

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*Ein Wochenende in Triest und meine erste Wimdu-Erfahrung

Die Hauptstadt der Region Friaul Julisch Venetien zeichnet sich nicht nur durch seine einzigartige Lage am Meer aus, sondern hat auch in architektonischer Hinsicht äußerst viel zu bieten, wobei jedes Viertel - sei es der Borgo Teresiano, der Borgo Giuseppino oder der Stadthügel San Giusto seinen ganz eigenen Charme ausstrahlt.

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Wohnzimmer-Trip: Wanderlust

"Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele." (Josef Hofmiller)

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Cividale del Friule: Pittoreske Kleinstadt im Collio-Gebiet

Inmitten des Collio-Gebietes liegt direkt an den Ufern des Natisone die kleine Stadt Cividale del Friule, die auf eine römische Siedlung zurückgeht. Das pittoreske Städtchen hat etwa 12.000 Einwohner und ist noch vom Massentourismus verschont geblieben. Hier bummelt man durch malerische Gassen, genießt einen Cappuccino in einem der zahlreichen Cafés oder lässt den Ausblick von der Teufelsbrücke auf sich wirken. Cividale verfügt aber auch über viele Kunstschätze wie Castelli oder Palazzi oder das Tempietto Longobardo, ein Langobardenbau, der aus dem 9. Jahrhundert stammt. Bis heute ist nicht bekannt, welche Funktion der Tempel hatte bzw. wer genau ihn erbaut hat. Beeindruckend sind sie aber allemal: die Freskenmalereien und Stuckdekorationen sowie die uralten Chorstühle.

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"Bergwasser": Unterwegs am Aqua Trail

Immer wieder zieht es mich zum Wasser, weil es alle meine Sinne bewegt. Weil es glitzert und plätschert, weil es magisch und ein Zeichen für Erneuerung und Wandel ist. Denken wir doch einfach mal daran, in wie vielen Formen Wasser auftreten kann: als sanfte Schneeflocke im Winter, als kühlender Regen im Sommer, als zerstörerisches Hagelkorn. Von Wasser geht eine ganz besondere Faszination aus, die auch schon unzählige Dichter und Philosophen fasziniert hat. Wasser steht für mich auch symbolisch für die Freiheit, an einem See oder am Meer kann ich meinen Blick in die Ferne schweifen lassen, die zarten Bewegungen der Wellen beobachten und binnen kürzester Zeit stellt sich eine gewisse Ruhe ein und der Alltag rückt in weite Ferne.

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Lido di Venezia: Auf den Spuren von Thomas Mann

"Ich will also bleiben, dachte Aschenbach. Wo wäre es besser? Und die Hände im Schoß gefaltet, ließ er seine Augen sich in den Weiten des Meeres verlieren, seinen Blick entgleiten, verschwimmen, sich brechen im eintönigen Dunst der Raumeswüste". (Thomas Mann, Der Tod in Venedig)

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Gemütlicher Sonntagsbrunch: Die Rösterei in Krumpendorf am Wörthersee

Ich mag alte Möbel. Möbelstücke, die eine Geschichte erzählen. Wenn diese Möbelstücke dann auch noch im Vintage-Stil gehalten sind, dann ist es schon um mich geschehen. Ein Lokal, das völlig im Vintage-Stil eingerichtet wurde, ist "Die Rösterei" in Krumpendorf am Wörthersee. Der vordere Teil des Cafés ist in Weiß gehalten, man sitzt auf alten Vintage-Bänken oder Stühlen mit Polstern in unterschiedlichsten Farben, während der hintere Teil der "Rösterei" wie ein Wohnzimmer eingerichtet ist. 

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Gondoliere in Venedig: Ein Photo-Essay in Schwarz-Weiß

Wenn ich an Venedig denke, so fallen mir sofort die romantischen Gondeln, die die Besucher durch die pittoresken Kanäle chauffieren. Bis zum 19. Jahrhundert verfügten venezianische Haushalte über eigene Gondeln und ein Gondoliere gehörte zum Dienstpersonal. Um 1500 waren in Venedig etwa tausend Gondeln unterwegs, heute gibt es ungefähr 200. Der Begriff "Gondola" wird dabei vom lateinischen Wort "cymbula" abgeleitet, was so viel wie "kleines Boot" bedeutet. 

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Der Weissensee - Türkisfarbenes Juwel am Fuße der Gailtaler Alpen

Der Weissensee - auch Spielplatz der Natur genannt - liegt ganz idyllisch inmitten einer traumhaften Berglandschaft und umgeben von unberührter Natur. Er ist insgesamt 11,6 km lang und sein Name ist auf den weißen Rand zurückzuführen, der am Ufer zu erkennen ist und durch Kalkstein-Ablagerungen entsteht. Auch das Wasser ist ganz unterschiedlich gefärbt: So ist es im Westen smaragdgrün, während es im Osten türkis erscheint. Der Weissensee hat Trinkwasserqualität, was auf zwei Bergquell-Zuflüsse und unterirdische Quellen zurückzuführen ist. Sehr bekannt ist der See auch bei Eisläufern, denn in der kalten Jahreszeit friert er komplett zu und zieht unzählige Schlittschuhläufer an. Darüber hinaus findet hier im Jänner auch die holländische 11-Städte-Tour statt. 

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Auf den Spuren von Giacomo Casanova

Der Frauenverführer und Schriftsteller Casanova ist wahrscheinlich jedem von uns ein Begriff, nun gibt es in Venedig auch ein eigenes Museum, das sich dem Leben des italienischen Abenteurers widmet. Das "Casanova Museum and Experience" wurde von Carlo Luigi Parodi entworfen und entführt die Besucher mithilfe multimedialer Installationen ins Venedig des 18. Jahrhunderts. Insgesamt widmen sich sechs Säle dem bekannten Frauenverführer, der aber auch Philosoph, Erfinder und Mathematiker war. Man hat die Möglichkeit, ihn auf seinen Abenteuern und Reisen zu begleiten, zeitgenössische Ausstellungsstücke wie Mobiliar oder Musikinstrumente zu bestaunen oder mit einer Virtual-Reality-Brille das Venedig dieser Zeit hautnah mitzuerleben. In seinem Schlafzimmer beobachtet man ihn als Schattenspiel mit einer Geliebten, ein weiterer Raum beschäftigt sich mit den rund vierzig Filmen, die über die bekannte Persönlichkeit gedreht wurden.

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Buchtipp: Roger Willemsen: Wer wir waren

"Neu ist vielleicht nicht der Mensch, der neugieriger auf die Uhr schaut als ins Gesicht der Ehefrau." (Roger Willemsen, Wer wir waren)

 

Über Roger Willemsen zu schreiben ist schwierig. Die richtigen Worte zu finden, für das, was er hinterlassen hat. Worte zu finden, für seine unglaubliche Energie und sein großes Interesse am Menschen, an fremden Kulturen, Worte für seine Klugheit, seinen Enthusiasmus und seine Erzählgabe. Herbert Grönemeyer schrieb auf seiner Facebook-Seite, kurz nach Willemsens Tod:

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*Unverfälschte Naturkulisse, tosende Wasserfälle und atemberaubende Gletscher: Mit dem Kreuzfahrtschiff zu Norwegens Fjorden

Jeder von uns kennst sie als beliebte Postkartenmotive und bei vielen stehen sie in der Bucket-List ganz oben: Die Rede ist von Norwegens Fjorden, eine Region voller Kontraste, mit spektakulären Klippen, dramatischen Felsformationen und beeindruckenden Landschaften, die seit 2005 auch zum UNESCO-Welterbe zählen. Hier triff man außerdem auf pittoreske Dörfer, in denen man die Stille und Ursprünglichkeit auf sich wirken lassen kann, sowie auf die verschiedensten Tier- und Vogelarten, darunter beispielsweise Adler, Wale oder Robben. Die wohl bekanntesten Fjorde sind im Norden des Landes sowie an der Westküste zu finden, dazu gehört auch der Trollfjord, der an seiner engsten Stelle nur eine Breite von 100 Meter aufweist.

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Photo-Essay in Schwarz-Weiß: Grado Pineta

Zum ersten Mal in einem Mobilehome übernachten. Die Leute beobachten, wenn sie in aller Früh schon mit einer Tasse Kaffee in der Hand vor dem Zelt sitzen und aufs Meer blicken. Im kleinen Shop allerlei Leckereien erstehen und dann auf der Terrasse frühstücken. Die Stille spüren. Barfuß über den Sand laufen. Aufs Wasser schauen und vor sich hin dösen. Mit unzähligen Gelsenstichen, aber auch mit viel neuer Energie heimfahren. Geht gut. In Grado.

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Sehnsuchtsort Wald: Entspannt durch Shinrin Yoku

"Der Wald ist wie eine Parallelwelt zu unserer umtriebigen Alltagswelt, eine Welt voller Geheimnisse, die es zu entdecken lohnt, die Schutz und Geborgenheit schenkt, die uns zu kleinen Abenteuern einlädt und in der Heilkräfte wohnen, die uns an Körper, Geist und Seele gesund werden lassen oder uns ganz einfach wieder in die Ruhe bringen," schreiben Annette Bernjus und Anna Cavelius in ihrem Buch "Waldbaden". Die Bäume wurden bereits vor Tausenden von Jahren von den Germanen verehrt, denn sie glaubten, dass in ihnen die Götter ihren Sitz hätten. Für viele Dichter und Schriftsteller war der Wald zudem Erinnerungs- und Sehnsuchtsort, da man sich im Rahmen der Industrialisierung immer mehr von der Natur entfremdet hatte. 

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Kraftquelle Natur: Die Finsterbach Wasserfälle

"Es zieht uns ans Wasser. Meeresküsten, Flusslandschaften, Bachläufe üben eine ungebrochene Faszination aus. Der Sinn für die Magie einer Quelle scheint im urbanen Alltag noch keineswegs verschüttet. Kaum eine Fußgängerzone oder Shopping Mall ohne Springbrunnen und Kaskaden, wo Wasser plätschert und glitzert." (Ulrich Grober)

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Auf den Spuren der Römer: Wanderung von Velden zum Forstsee

"Sich in der frischen Luft bewegen, sie auf der Haut spüren, sie tief einatmen, stundenlang bei Wind und Wetter, zu allen Jahreszeiten - darin liegt ein wesentlicher Impuls zum Wandern." (Ulrich Grober)

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Kurze Auszeit am Jasna See

In der Nähe von Kranjska Gora in Slowenien liegt der idyllische Jasna See, der aus zwei künstlichen Seen, die miteinander verbunden sind, besteht. Darüber hinaus fließen hier die Bäche Velika und Mala Pisnica zusammen. Hier habt ihr die Möglichkeit, einen Spaziergang rund um die Seen zu machen, zu baden, zu angeln, neben dem bronzenen Steinbock, dem sogenannten Zlatorog, für ein Foto zu posieren oder den Ausblick auf die faszinierende Bergwelt zu genießen. Wer möchte, kann auch weiter auf den Vrsic-Pass fahren, der als der höchste Pass in den Julijske Ostalpen gilt. Direkt am See gibt es außerdem ein Restaurant mit Terrasse, von wo ihr ebenfalls einen tollen Blick aufs Wasser habt.

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Wohnzimmer-Trip: Praktisches für die neue Wandersaison

Seid ihr schon bereit für die neue Wandersaison? Ich habe die Saison bereits eröffnet, wenn ihr aber noch auf der Suche nach der richtigen Ausrüstung seid, so möchte ich euch hier einige funktionelle Bergbegleiter vorstellen.

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Der Weg ist das Ziel: Über den Schluchtenweg zum Ossiacher Tauernteich

In seinem Werk "Gehen" schreibt Thomas Bernhard: "Wir müssen gehen, um denken zu können (...). Wenn wir gehen (...) kommt mit der Körperbewegung die Geistesbewegung (...). Wer eine Landschaft durchstreift, tritt also nicht nur aus seinem Alltag heraus, sondern findet auch Zeit um nachzudenken. Auch Primar Reinhard Haller hat in der Radiosendung "Themen für Leben" darüber gesprochen, wie eine Landschaft auf Menschen wirken kann und welchen Einfluss das Wandern auf Hirnabläufe sowie Stoffwechselvorgänge hat. Er verwendet dabei den Begriff "Psycho-Geografie", denn Landschaften können sowohl bedrückend, melancholisch als auch befreiend sein. Je mehr Stress wir haben, desto mehr sehnen wir uns nach Reduktion, nach Langsamkeit und Bewusstheit. Wer nun regelmäßig geht bzw. wandert, kann Stress und Aggressionen abbauen, indem er seinen Fokus auf genau diese Tätigkeit bzw. die Landschaft, die ihn umgibt, richtet. Wir wandern dann nicht nur in die Welt hinaus, sondern auch in uns hinein, wodurch sich ein Ganzes ergibt.

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Buchempfehlung: Kraftquelle Gehen

Na gut, da wären wir wieder bei meinem Lieblingsthema: dem Sport. Ich würde mich selbst als eher unsportlich bezeichnen, denn ich habe schon unzählige sportliche Dinge ausprobiert, um - so hoffte ich - endlich die Sportart zu finden, die ich dann bis ins hohe Alter mit viel Ehrgeiz betreiben würde. Angefangen von Skifahren über Eislaufen und Radfahren bis hin zu Trainingseinheiten im Fitnesscenter und ein kurzer Abstecher in die Welt des Kletterns war schon alles mit dabei, aber leider konnte mich keine davon so richtig überzeugen. Was ich aber in letzter Zeit immer mehr für mich entdecke, ist das Gehen. Es ist unkompliziert, lässt sich leicht in meinen Tagesablauf integrieren und - was mir persönlich sehr wichtig ist - es lässt mich ruhig und entspannt werden. Dem Gehen widmet sich auch ein Buch, das unter dem Titel "Kraftquelle Gehen" erschienen ist. 

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