Wie die Nockberge entstanden sind

Wenn man die Entstehung der Nockberge betrachtet, so muss man auch einen Blick auf die griechische Mythologie werfen, denn dort, wo heute die sanften Gipfel zu sehen sind, befand sich früher das Urmeer Tethys, dessen Name auf die Frau von Okeanos zurückzuführen ist. Im Laufe von Millionen von Jahren rückte dann die afrikanische Kontinentalplatte in Richtung Norden vor, während die skandinavische Platte dagegen hielt. Das Material, das sich dazwischen befand, wurde nach oben gedrückt und das Urmeer schrumpfte zusammen. Im Laufe der Zeit wuchsen die Nockberge auf eine Höhe von bis zu 2400 Meter an.

In den Karsten und Quelltrichterkaren der Nockberge ist zudem eine geologische Seltenheit zu finden. In einem Nord-Süd-Kalkeinsprengsee sickert Wasser ins Gebirge, wird erhitzt und tritt in der Ortschaft Bad Kleinkirchheim dann als Thermalwasser zutage. Ebenfalls auffallend ist die sanfte, runde Form der "Nock'n", ein regionales Wort, das soviel wie "Kuppe" bedeutet.

Ein besonderes Erlebnis ist auch die Nockalmstraße, eine abwechslungsreiche Bergstraße, die immer zwischen Mai und Oktober befahrbar ist und ihren Ausgangspunkt in Ebene Reichenau oder Innerkrems hat. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Panoramastraße entlangzufahren und die immer neuen Perspektiven und Ausblicke auf sich wirken zu lassen. Ein Highlight der Nockalmstraße ist die Fossilienausstellung "Versteinerte Welten" im Biosphärenpark-Zentrum Nockalmhof mit einem 3D-Konofilm und einer speziellen interaktiven Ausstellung für Kinder, die sich dem Thema "Fledermäuse" widmet.

Wer sich für die Bewohner der Alpen interessiert, kann zudem der Ausstellung "Wildtiere und Lebensraum" in der Pfandlhütte einen Besuch abstatten. Der höchste Punkt der Nockalmstraße ist die Eisentalhöhe auf 2042 Metern Höhe, von dort genießt ihr von der Aussichtsplattform einen unvergesslichen Rundblick auf das umliegende Nockalmgebiet. Eine wahre Rarität stellt das Karlbad dar, ein über 300 Jahre altes Bauernbad, in dem Quellwasser in Lärchenholztrögen mithilfe von glühenden Steinen erhitzt wird. Die Gäste liegen dann in den Trögen, die mit einem Brett abgedeckt werden, nur eine Öffnung für den Kopf bleibt frei.

Unbedingt besuchen solltet ihr auch den Windebensee, um den ein interessanter Naturlehrweg führt. Ein weiteres Highlight ist der Weg der Elemente, ein 1,5 Kilometer langer Rundweg, an dem man Steinkreise sowie Beschreibungen für Übungen findet. Die Wurzeln des Rundweges sind Erde, Wasser, Feuer, Luft (aus der westlichen Philosophie) sowie Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser (aus der östlichen Philosophie). Während die Besucher von Station zu Station gehen, können sie die Bewegung und die Kraft der Elemente wandernd erleben.

Lesestoff*:

Alexandra Kimmer u.a.: Nockalmstraße: Die schönsten Wanderungen und Bergtouren. 31 Touren mit GPS-Daten.

 

Alexandra Kimmer u.a.: Nockberge: Biosphärenpark - Gurktaler Alpen - Maltatal. 56 Touren mit GPS-Tracks.

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