Als ich in Strobl ankomme, hängt der Himmel tief über dem Wolfgangsee. Der Regen hat längst aufgehört, sich Mühe zu geben, freundlich zu wirken. Er fällt gleichmäßig, kühl und ausdauernd auf die Dächer, die Bäume und den stillen See.
Man sagt, manche Wege führen einfach nur von A nach B. Der Energiepfad „Plätze der Kraft“ bei Ludmannsdorf in Kärnten ist keiner davon. Er ist ein kleines Ritual aus 3–4 Kilometern, das dich aus dem Alltag entlässt und in eine Folge von Orten führt: Aussichtspunkte, kleine Andachtsstätten, Baumgestalten und jene stillen Löcher im Wald, die Menschen seit jeher Kraftplätze nennen. Wer ihn geht, merkt bald, dass die Strecke weniger ein sportliches Ziel ist als ein Gespräch — mit Landschaft, Wetter, Erinnerung und dem eigenen Gleichmut.
Im Schatten der Karawanken, nur einen Steinwurf vom Wörthersee entfernt, liegt der Europapark - ein Ort, an dem Menschen spazieren, lachen, verweilen. Doch wer sich etwas abseits bewegt, entdeckt dort etwas Ungewöhnliches: Steine, aufgerichtet in Kreisen und Linien, eingraviert mit Zeichen, die älter wirken als die Zeit. Es ist die Geopunktur-Anlage - ein stilles Feld aus Symbolen, das in die Landschaft eingebettet ist wie ein Flüstern in der Dämmerung.
Am Rande von Klagenfurt, dort wo sich das Stadtleben langsam in geheimnisvolle Wälder und sanfte Hügellandschaften zurückzieht, ist das Stift Viktring zu finden - ein Ort, an dem Geschichte und Natur eine sehr eindrucksvolle Symbiose eingehen.
Zwischen Sexten und Innichen sprudeln in einem mystischen Wald fünf Heilwasserquellen, die bereits den Römern bekannt waren. Hier wurden nämlich Münzen bzw. eine Statue gefunden, die Zeus zeigt, der unter anderem als Schutzherr der Thermen verehrt wurde.
Atemberaubend schön sind sie - die bekannten Cliffs of Moher mit ihrer wundersamen Flora und Fauna und der eindrucksvollen Tierwelt, die hier zu finden ist. Vor allem Vogelliebhaber zieht es häufig an diesen eindrucksvollen Ort, um Wanderfalken oder Dreizehenmöwen zu beobachten.
Wenn ihr schon einmal in Irland wart, habt ihr sie bestimmt gesehen: die mystischen Keltenkreuze, deren Balken ein Kreis umgibt und in denen die Symbole aus dem Christen- und Heidentum miteinander vereint werden. Was aber hat es mit den Kreuzen auf sich?
Die Keltenwelt Frög ist ein geheimnisvoller Ort. Hier taucht man ein in die Gesellschaftsstruktur, das Weltbild und die Lebensweise unserer Vorfahren, außerdem gibt es auch immer wieder Aktionstage, bei denen Interessierten Geschichte und Archäologie auf sehr lebendige Art und Weise vermittelt wird.
Ganz in der Nähe von St. Veit a. d. Glan erhebt sich ein riesiger Kalksteinfelsen, auf dem die bekannte Burg Hochosterwitz thront. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg im Jahr 860, als man mehrere Höfe an das Bistum Salzburg verschenkte, darunter befand sich auch ein Hof bei Osterwitz.
Wasser übt auf viele von uns eine große Faszination aus. Bereits in unserer Kindheit liebten wir es, in Pfützen zu springen oder an Bächen zu spielen. Auch wenn wir auf der Suche nach einem Urlaubsziel sind, spielt das Wasser eine wesentliche Rolle. Viele von uns zieht es dann ans Meer, wo man bei langen Strandspaziergängen, beim Schwimmen oder Schnorcheln entspannen und neue Energie tanken kann.
"Beim Betrachten von Wasser, Wind, Feuer und Landschaft können wir stundenlang still sein, ohne an etwas zu denken, versunken in die unermessliche Kraft der Elemente." (Dr. Wolfgang Hofmeister)
Wenn sich Pflanzen mit den Elementen Wasser und Erde verbinden, so können dadurch eindrucksvolle Kraftorte entstehen. Sicher habt ihr es bereits selbst erlebt, welche wohltuende Wirkung von einem Waldspaziergang ausgeht oder wie geborgen wir uns unter einem Baum fühlen, der alleine auf einem Hügel steht. Auch am Waldrand oder auf einer Waldlichtung können wir spüren, welche Kraft von der Natur ausgeht. Deren Lebenskraft sollte normalerweise so hoch sein, dass man sich wohl- und gestärkt fühlt, wenn man sich dort aufhält. Über Generationen wurde die Lebenskraft der Landschaft allerdings geschwächt, wobei dieser Mangel von vielen von uns gar nicht wahrgenommen wird. Zustände wie Ungeduld, Gereiztheit oder ein schwaches Immunsystem, die aufgrund dieses Lebenkraftmangels noch verstärkt werden, gelten sogar zum Teil schon als normal. Wer diesen Mangel ausgleichen möchte, sollte in regelmäßigen Abständen lebenskraftstarke Orte aufsuchen, wie zum Beispiel einen Wald, dessen Lebenskraftniveau allerdings höher sein sollte als unser eigenes. Viele Wälder sind aber heute bereits lebenskraftschwach, was sich am Baumkrankheiten oder Insektenbefall zeigt.
Der Naturpark Dobratsch ist in die Kärntner Seenlandschaft eingebettet und von Villach und den Gemeinden Arnoldstein, Bad Bleiberg und Nötsch umgeben. Aber nicht nur seine geografische Lage, seine Fauna und Flora sowie seine Geologie sind einzigartig, rund um den Berg ranken sich auch zahlreiche interessante Sagen.
"Die Weite tut uns gut", schreibt Reinhold Stecher in seinem Buch "Botschaft der Berge". "Was nämlich die geistigen Grundeinstellungen betrifft, so gleichen wir Menschen dieses Zeitalters einem Fotografen, der mit seiner Kamera auf der Jagd nach Vordergrund ist. Dazu muss er die Optik seiner Kamera auf "nah" drehen, damit er das Gewünschte ins Blickfeld kriegt. Wir drehen auch die Optik unseres Geistes auf "nah", wir konzentrieren uns auf den Vordergrund. Wir starren gebannt auf das Unwichtigere, Genussreiche, Vorteilhafte, Modische, Belanglose, Nützliche, Praktische, Messbare und "Exakte". Und damit drehen wir die Optik unseres Herzens auf "nah". Und nun ergeht es uns bei dieser Optikeinstellung ganz gleich wie dem Fotografen auf der Jagd nach dem winzigen Detail: Sobald er den Vordergrund, den kleinen Schmetterling, mit dem Drehen der Optik ins Visier bekommt, verschwinden die Hintergründe. Wiesen, Wälder, Berge und Wolken werden zu undeutlichen, verschwimmenden Farbflecken. Die Horizonte lösen sich auf, die Hintergründe gehen verloren. Wenn Herz und Geist nur auf "nah" drehen, schwinden die tragenden Werte und Wahrheiten des Lebens. Wir werden im bedrückendsten Sinn des Wortes Kurzsichtige. Und darum tut uns die Weite so gut."
Wir starten unsere Wanderung beim Gemeindeamt in Himmelberg und werden gleich nach den ersten Metern von einer angenehmen Ruhe umgeben. Nur wir und das Rauschen von Wasser, Grüntöne in allen Varianten und das Zirpen der Vögel. Wir gehen weiter, spazieren an alten Bauernhäusern vorbei und fragen uns, welche Geschichten sie wohl zu erzählen haben. Zeitenweise trägst du einen Regenschirm, um dich vor der Sonne zu schützen, wie es dir der Arzt geraten hat, wir lachen und machen Fotos davon und du sagst, du hättest schon lange nicht mehr so zufrieden ausgesehen.
Und dann: Eintauchen in einen geheimnisvollen Wald, in dem das Wasser die Hauptrolle spielt. Von den Ästen der Bäume hängen Waldgeister und Engelfiguren markieren den Eingang in eine andere Welt. Es ist fast so, als würden sich Elfen oder Feen im Geäst verstecken und die Bäume uns Legenden aus früheren Zeiten zuraunen.
Wenn ich an Feuer denke, so fallen mir Begriffe wie "Hitze", "Wärme", aber auch "Zerstörung" ein. Außerdem kennt wahrscheinlich jeder von uns die Sprichwörter "Mit Feuer spielt man nicht!" oder "Du wirst dir daran die Finger verbrennen!". Dabei vergessen wir allerdings sehr oft, dass Feuer nicht nur eine zerstörerische, sondern auch eine heilende Kraft hat. So ist verbrannte Erde häufig besonders fruchtbar und wenn man an die Mythologie denkt, so steigt der Phönix in neuem Glanz und mit neuer Kraft aus der Asche empor.
Es gibt so viele Plätze, an denen man ganz harmonisch und sanft in die Landschaft eintauchen kann und die einen mit den Eigenheiten der Natur bekannt machen. Plätze, an denen sich die Pforten meiner Wahrnehmung ganz weit öffnen und man "mit dem Bild seiner Sehnsucht eins wird", wie es Cees Nooteboom so treffend formuliert hat. Einer dieser Orte, an dem verschiedenste Kraftplätze zum Staunen und Spüren einladen, ist die Gerlitzen Alpe, ein heilender Ort, der mir, aber auch der Natur und dem Berg guttut.
Von abgelegenen alten Tempeln bis hin zu Draculas Kirche ist Großbritannien von gruseligen, mystischen Denkmälern übersät. Auch die Naturlandschaft ist von wilden Hügeln, versteckten Wasserfällen und abgelegenen Tälern durchzogen. Falls Sie auf der Suche nach einem Urlaub der mystischen Art sind, haben wir hier einige Orte für Sie ausgewählt.
Ich habe den Giant's Causeway besucht. Der Giant´s Causeway oder "Damm der Riesen" ist ein Naturwunder in Nordirland, um das sich unzählige Mythen und Sagen ranken. Seit rund 30 Jahren gehört er zudem zum UNESCO-Weltnaturerbe, das vor allem aufgrund seiner sechseckigen Säulen beeindruckt.
Dass ich Loch Ness besucht habe, ist schon eine Weile her, jenen mystischen Platz in Schottland, um den sich die Legende des Monsters rankt, dessen Existenz man allerdings bis dato nicht nachweisen konnte.
"Mögen deine Sinne
von der Fülle der Welt berührt werden -
von den endlosen Wundern,
die deinen Körper umspielen
und dich einladen,
dich selbst inmitten des großen Weltkreises
tiefer und tiefer zu erfahren.
Der Kathreinkogel in der Nähe von Schiefling am Wörthersee ist ein ganz besonderer Ort, der bereits in der Jungsteinzeit besiedelt war. Nicht nur seine Form ist sehr auffällig, er verfügt auch über eine ganz besondere Energie und Kraft. In der slowenischen Schriftsprache wird der Kathreinkogel "Jétberk" genannt, im slowenischen Dialekt bezeichnet man ihn als "Jérbrh" bzw. "na Jérbrze".