Roadtrip Slowenien: Von Kärnten nach Bovec und auf den Vrsic-Pass

Im bezaubernden Soca-Tal und umgeben von den eindrucksvollen Julischen Alpen liegt die Ortschaft Bovec, ein Paradies für alle, die gerne in der Natur unterwegs sind. So ist Bovec nicht nur idealer Ausgangspunkt für Wander- und Klettertouren, die Soca bietet sich auch perfekt zum Kajakfahren an.

Darüber hinaus könnt ihr im Sommer an den Bächen und Flüssen rund um Bovec auch baden, wie zum Beispiel am Gorejca, wo ein Teil des Baches gestaut wurde und nun einen natürlichen Swimmingpool bildet. In der Nähe von Kobarid gibt es zudem Bademöglichkeiten am Fluss Nadiza sowie an der Napoleonbrücke. Traumhaft schön ist auch der Narnia Beach, der als Filmkulisse für „Die Chroniken von Narnia“ diente. Hier trefft ihr auf weiße Kiesbänke, die traumhaft schöne Soca und eine imposante Berglandschaft – genug, um einige entspannte Stunden zu verbringen.

Sehenswertes in und um Bovec

Ein weiteres Highlight sind die Wasserfälle Virje und Boka, die vor allem im Herbst und im Frühjahr einen Besuch wert sind. Der größte slowenische Hochgebirgssee ist der Krn See, der auf rund 1390 Metern Höhe zu finden ist. Ihr erreicht den See, in dem übrigens nicht gebadet werden darf, auf einem Wanderweg vom Dr. Klement-Jug-Haus aus. Etwa vier Kilometer von Bovec entfernt könnt ihr auch die beiden Festungsanlagen Hermann und Kluze besichtigen, die im Ersten Weltkrieg eine wesentliche Rolle spielten.  

Einkehrmöglichkeiten

Äußerst vielseitig präsentiert sich auch die slowenische Küche, die vor allem durch frische, regionale Zutaten gekennzeichnet ist. Besucht zum Beispiel die Käserei Jelinc, die für ihren Topfen und Schafskäse sehr bekannt ist oder kehrt in der Gaststätte Lepena ein, wo Hirschgulasch, Forellen oder Wurst mit Sauerkraut serviert werden. Ein beliebtes Ausflugslokal ist auch der Gasthof Vancar, der etwa drei Kilometer von Bovec entfernt ist, und wo ihr unbedingt Kartoffeln mit Schafskäse probieren müsst.

Eindrucksvoller Vrsic-Pass

Von Bovec aus ging es dann weiter auf den Vrsic-Pass, den höchsten Straßenpass der östlichen Julischen Alpen. Von 1914 bis 1916 diente der Pass als Militärstraße und wurde von russischen Kriegsgefangenen gebaut. Nachdem man zahlreiche Serpentinen überwunden hat, genießt man den den atemberaubenden Blick über das Soca-Tal und die raue Bergwelt. Darüber hinaus ist der Pass auch Ausgangspunkt für eine Wanderung zur sogenannten Slemenova spica, die sich auch für Anfänger relativ gut eignet. Oder ihr macht einen Spaziergang rund um den Vrsic, eine sehr flache und einfache Strecke, auf der man aber dennoch ein tolles Panorama hat. Etwa drei Kilometer vom Gebirgspass entfernt trefft ihr zudem auf die Russische Kapelle, die zum Gedenken an russische Soldaten erbaut wurde, die bei einem Lawinenabgang ums Leben kamen. Die Kapelle ist dem Hl. Wladimir geweiht und symbolisiert die Freundschaft zwischen Russland und Slowenien.  

Anreise auf den Vrsic-Pass

Von Bovec aus benötigt man etwa eine Stunde, um auf den Vrsic-Pass zu gelangen. Zu beachten ist, dass auf dem Pass auch Schafe weiden, die manchmal auch über die Straße laufen. Im Winter ist der Pass gesperrt, in den Sommermonaten verkehren auch Busse von Kranjska Gora aus auf den Vrsic-Pass. Direkt am Bergpass gibt es einen Parkplatz, weitere Parkmöglichkeiten bieten sich auch bei der Russischen Kapelle.  

Lesefutter*:

Dieter Schulze: Reiseführer Slowenien. Ein Reiseführer, der in 15 Kapitel unterteilt ist, und ein interessanten Überblick über dieses sehr faszinierende Land bietet.

 

Helmut Lang und Roswitha Ortner: Julische Alpen. Die schönsten Wanderungen und Bergtouren. Die Julischen Alpen sind spektakulär und absolut eine Entdeckung wert. Der Wanderführer stellt euch insgesamt 53 verschiedene Bergtouren und Wanderungen vor.

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