Bonsaimuseum Seeboden: Japanische Gartenkultur erleben

Ich bin ein großer Fan von Zen-Gärten, die eine unglaubliche Ruhe ausstrahlen und in denen man den Alltag eine Zeit lang hinter sich lassen kann. So einen Ort findet man auch in Seeboden am Millstättersee: das Bonsaimuseum, das es bereits seit 1976 gibt und in dem man die Möglichkeit hat, auf rund 15.000 m² in die faszinierende Welt der Bonsai einzutauchen.

Mit sehr viel Liebe zum Detail wurde das Museum Stück für Stück langsam aufgebaut, heute kann man hier etwa 3000 Bonsai bestaunen, davon 120 unterschiedliche Varianten und Sorten. Sehr schön finde ich auch das Ziel des Museums, ,,ein wenig von der Zeitlosigkeit zu vermitteln, die im Bonsaigedanken steckt, begreiflich zu machen, dass auf ein Heute ein Morgen kommt, dass wir Menschen immer nur Diener der Natur, aber niemals deren Besitzer sein werden."

Was ist überhaupt ein Bonsai?

Der Begriff "Bonsai" kommt aus dem Japanischen, wobei "Bon" soviel wie Schale oder Teller bedeutet, während man "Sai" mit Pflanze oder Baum übersetzen kann. Es gibt eigentlich keine bestimmte Bonsai-Art, vielmehr steht hier die besondere Gestaltung und die Form der Pflanzenkultivierung im Mittelpunkt. Die Sträucher und Bäume werden dabei in einem Gefäß bzw. einer Schale herangezogen und im Laufe der Zeit dekorativ geformt.

Infobox:

Bonsaimuseum

Bonsaiplatz 1

9871 Seeboden

 

Öffnungszeiten: 

April und Oktober: Dienstag bis Freitag, 10 Uhr bis 16 Uhr

Mai bis September: Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr; Samstag von 10 bis 16 Uhr

 

Preise:

Erwachsene: 9,50 Euro

Kinder: 3,50 Euro

Gratis mit Kärnten Card

Lesestoff*:

Horst Stahl: Bonsai - Vom Grundkurs zum Meister. Philosophie und Know-how über die "Landschaft in der Schale" wird in diesem Buch vermittelt.

 

Werner M. Busch: Bonsai - Gestalten mit heimischen Gehölzen: Ein Praxishandbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene.

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