Herbstliche Ausblicke von der Brunnachalm und vom Mallnock

Das Brunnach-Gebiet erstreckt sich zwischen der Brunnachbahn und dem Mallnock-Gipfel, der sich auf 2226 Metern Höhe befindet. Der Name ist laut Überlieferungen auf die vielen Quellen und Brünnlein zurückzuführen, die an den Hängen "sprudeln". Da die Hänge sehr steil sind, konnte man früher nur die sogenannten Bergmähder mähen, deren Gras äußerst kräuterreich war bzw. noch immer ist. Dieser hohe Nährstoffreichtum ist auf den Kalkgehalt im Boden zurückzuführen. Da die Mähwiesen ihre Pracht nur jedes zweite Jahr entfalten, mähen die Bauern abwechselnd unterschiedliche Wiesen. Steine, die oft von den Gipfeln stürzen, werden außerdem zu sogenannten "Stoanagröfl" zusammengetragen, wodurch neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen.

Mallnock - Alpinrunde

In der Näähe des Wegerstadels startet die Mallnock-Alpinrunde, die im ersten Drittel dem alten Viehsteig der Bauern folgt. Nach einem ziemlich anspruchsvollen Anstieg bis zum sogenannten Brunnachgatter, ist der Gipfel des Mallnoch nicht mehr weit entfernt, von dort aus könnt ihr dann auch noch bis zum Klomnock weitermarschieren.

Trickreicher "Glocknerblick"

Von Hans Hinteregger, einem Bauern aus St. Oswald, und Pepi Reinwald erzählt man sich in der Ortschaft Bad Kleinkirchheim folgende Begebenheit: Heinz Hinteregger lagen die alten Heustadeln und die Bergmähder besonders am Herzen und er begann, die historischen Holzbauten mit seinem eigenen Kapital zu renovieren. Eines Tages wollte Hand Hinteregger gemeinsam mit dem Zimmermann Pepi Reinwald den Karstall herrichten. Da das Gebäude etwas höher war, benötigten sie eine Leiter, doch wo sollten sie mitten am Berg eine finden? Glücklicherweise fiel ihnen ein, dass sich bei der Bergstation des Brunnachsesselliftes eine besonders lange Leiter befand und sie marschierten mit dieser zurück zu ihrer Baustelle. Unterwegs trafen sie einige Wanderer, die auf dem Weg zum Mallnock waren. Die Wanderer beobachteten die beiden amüsiert und fragten, was sie denn mit einer Leiter mitten am Berg vorhätten, woraufhin die beiden erwiderten, dass sie damit zum Gipfel des Mallnock wollten, denn von dort könnte man nur mit einer Leiter den Großglockner-Gipfel erblicken. Und so marschierten Pepi und Heinz mit der Leiter auf den Mallnock, wo einer der beiden tatsächlich die Sprossen emporkletterte und rief: "Jo, i siarg den Glockner!" In Wirklichkeit konnte er vom Mallnock nur die Hochalmspitze, die "Braut des Glockners" sehen, wofür man aber bei klarer Sicht ganz bestimmt keine Leiter benötigt.

Lesestoff*:

Dieter Buck: Genusswandern in Kärnten: Leichte Touren zum Schauen, Staunen und Entdecken.

 

Alexander Schlick: Kärntens schönste Naturschätze: Malerische Ausflüge und leichte Wanderungen.

 

Rene Semminger: Andere müssen zur Therapie, ich muss einfach nach Kärnten. Ein Notizbuch mit 100 Seiten.

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