Buchtipp: "Zwischen den Welten. Eine Reise durch die Rauhnächte"

Darf ich vorstellen: Meinen "Reiseführer" durch die Rauhnächte, der euch mit auf eine Reise zwischen den Jahren nimmt, in der sich die "Schleier zwischen den Welten lichten. Das Buch ist ein spiritueller Begleiter, als Einladung zur Innenschau, zur Bewusstwerdung und Neuausrichtung.

"Zwischen den Welten" begleitet euch durch die Rauhnächte mit kurzen Texten, Meditationen, Ritualen, Fragen zur Reflexion. Jede Nacht erscheint als eigener Abschnitt, getragen von einer je eigenen Energie, einer eigenen Botschaft – etwa Reinigung, Stille, Vertrauen, Wandlung. Das Buch dient also nicht primär der Wissensvermittlung über die Rauhnächte im historischen Sinne, sondern als Praxis-, Impuls- und Reflexionsraum.

Schwelle und Zwischenzustand

Das Motiv der „Zwischenwelten“ ist zentral: In diesen Nächten gelten die Grenzen als durchlässiger – die „Welten“ sind nicht starr getrennt, sondern in einem Fluss-Modus. Hier zeigt sich ein metaphysisches Bild: Der Mensch befindet sich immer schon im Übergang, nicht nur zwischen Jahren, sondern zwischen Zuständen des Bewusstseins, zwischen Vergangenem und Zukünftigem. 

Reflexion - Loslassen - Neubeginn

Die Rauhnächte als Zeit der Reinigung und Neuausrichtung fordern eine doppelte Bewegung: Abschied vom Alten und Öffnung für das Neue. Meine Impulse lassen sich also mit Begriffen wie zum Beispiel „Selbstverwirklichung“ verbinden: Indem wir innehalten und uns fragen, wer wir waren und wer wir sein möchten, gestalten wir unser Dasein nicht nur passiv, sondern aktiv. Dies berührt etwa den existentialistischen Gedanken, dass wir nicht nur „gegeben“ sind, sondern uns im Freiheitsraum entscheiden – und zwar nicht irgendwann, sondern im Jetzt – in dieser Zwischenzeit.

Gemeinschaft und Individualität

Die Rauhnächte sind eine sehr gute Zeit, um sich zu erinnern – nicht nur als Einzelner, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs von Zeit, Natur, Ahnen. Hier wird das Ich nicht isoliert, sondern eingebettet in ein mehrdimensionales Geflecht von Zugehörigkeit und Sinn.

„Zwischen den Welten. Eine Reise durch die Rauhnächte“ lädt zu einer kleinen, philosophisch aufgeladenen Reise ein – nicht in ferne Galaxien, sondern in das Zwischen- und Innenland unserer Zeitlichkeit. Ich versuche, mit diesem Buch ein Bewusstsein auf das Nicht-Ganz-Gegenwärtige zu richten: auf das Zwischenjahr, auf die Zeit, die weder ganz Vergangenheit noch ganz Zukunft ist. Wer bereit ist, sich dieser Zwischenzeit mit Offenheit zu nähern, kann in diesem Buch einen kraftvollen Impuls finden – zur Stille, zur Rück-Verbindung, zur Ausrichtung. Wer möchte, kann sich also dem Zauber der Zwischenräume ganz bewusst zuwenden - und darin das eigene Leben neu denken. 

Lesestoff*:

Manuela Molk: Zwischen den Welten. Eine Reise durch die Rauhnächte.